Zwei Bürgerrechtler, Hansjörg Stützle und Hakon von Holst, setzen sich derzeit mit Nachdruck für den gesetzlichen Schutz des Bargelds in Europa ein. Ihre Petition für dieses Ziel hat mittlerweile über 300.000 Unterstützer gewonnen. Stützle bezeichnet das Jahr 2026 als entscheidend, da die politischen Weichen in Brüssel nun gestellt werden: Im Mai positioniert sich das EU-Parlament, anschließend beginnen die Verhandlungen mit Rat und Kommission über das endgültige Gesetz.
Von Holst, der Jahrgang 1999 ist, hat dem Thema ein eigenes Buch gewidmet. In seinem Werk „Krieg gegen das Bargeld – Warum wir Münzen und Geldscheine für unsere Freiheit benötigen“ fasst er auf 80 Seiten zahlreiche Aspekte zusammen. Das Spektrum reicht von psychologischen Untersuchungen zum Umgang mit Bargeld über historische Entwicklungen bis hin zu den gesellschaftlichen und politischen Risiken einer bargeldlosen Zukunft. Zur Veranschaulichung verweist er auf Edward Snowden: Ohne Bargeld, so fragt von Holst sinngemäß, hätte der Whistleblower seine Flucht überhaupt durchführen können?
Ein zentrales Motiv des Buches ist, dass der „Krieg gegen das Bargeld“ längst Realität sei – angeführt von internationalen Finanzkonzernen wie Mastercard und Visa. Bereits vor zwei Jahrzehnten propagierte Mastercard entsprechende Kampagnen, in denen das Unternehmen Bargeld durch Kartenzahlungen ersetzen wollte. Während der Corona-Pandemie verbreiteten ähnliche Akteure zudem das Narrativ, Bargeld sei ein Gesundheitsrisiko. Gleichzeitig wurde in der EU der Grenzwert für kontaktlose Zahlungen ohne PIN erheblich angehoben. Von Holst sieht darin kein zufälliges Zusammentreffen, sondern eine gezielte Strategie, um Bargeldnutzung unattraktiv zu machen.
Auch die Politik spiele dabei mit. Öffentliche Gelder fließen laut von Holst an Organisationen, die digitale Zahlungssysteme fördern. Parallel dazu sinken europaweit die erlaubten Höchstbeträge für Barzahlungen: In Deutschland soll ab 2027 eine Grenze von 3.000 Euro gelten, EU-weit liegt sie künftig bei 10.000 Euro. Die offiziellen Begründungen – Terrorismusfinanzierung, Geldwäscheprävention und Steuertransparenz – hält er für vorgeschoben.
Ein spannender Teil des Buchs beschäftigt sich mit der Psychologie des Bezahlens: Menschen, die bar zahlen, geben ihr Geld nachweislich bedachter aus als jene, die Karte oder Smartphone nutzen. In Experimenten zeigte sich, dass Kartenzahler oft doppelt so hohe Beträge für dieselbe Sache ausgeben würden. Das Bargeld löse, wie Forscher betonten, einen „Schmerz des Bezahlens“ aus – ein Gefühl der realen Trennung vom eigenen Vermögen, das bei digitalen Zahlungen weitgehend verloren geht.
Aktuell entscheidet sich in Brüssel, welchen Status das Bargeld künftig innerhalb der EU haben wird. Zwar soll es wie der digitale Euro gesetzlich als Zahlungsmittel anerkannt werden, doch fehlt bislang eine klare Verpflichtung zur Annahme durch Händler. Während Geschäfte den digitalen Euro akzeptieren müssen, drohen beim Bargeld keine Konsequenzen für die Ablehnung – ein Umstand, den Kritiker als gefährlich für die Zahlungsmittelfreiheit betrachten.
Auch gesellschaftlich stößt das Engagement der Bargeld-Befürworter auf Gegenwind. So berichteten einige Medien mit politischem Unterton über ihre Initiative und versuchten, ihr Anliegen in bestimmte Schubladen zu stecken. Kurz darauf wurde Stützles Geschäftskonto von einer deutschen Digitalbank geschlossen – ohne Begründung. Trotz solcher Vorkommnisse verzeichnet die Bewegung weiter Zulauf: Mittlerweile haben weit über 315.000 Menschen die Petition unterschrieben, und das Buch von Holst gehört zu den meistverkauften politischen Sachbüchern des Jahres.
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